Ein dunkles Loch

Inga Rothe © 2001
Ein dunkles Loch hielt mich gefangen
und ich konnte mit Mühe aus der Tiefe gelangen.
Langsam lichtet sich der dunkle Nebel wieder,
ich spüre meinen Körper, meine Glieder..

Keiner hat meine Tränen gesehen,
wer könnte das auch verstehen??
Niemand sah in mein Herz,
nur ich fühlte diesen Schmerz!

Ich ließ keine Gefühle mehr zu
und fand dennoch keine Ruh!
Dann kam alles zusammen,
unendliche Trauer, Hoffnung und bangen.

Ein dunkles Loch hielt mich gefangen
und ich konnte mit Mühe aus der Tiefe gelangen
ich spüre meinen Körper, meine Glieder...
Die Vögel singen jetzt etwas heitere Lieder.

Sonnenstrahlen meinen Körper langsam auftauen,
ich kann mein Leben erneut aufbauen.
Niemals möchte ich wieder fallen in ein so tiefes Loch
und ich frage mich, wie weit ist mein steiniger Weg denn noch???
Egal wie schwer, wie weit, ich habe Zeit!


 

Die letzte Nacht...
©Inga Rothe
Der Mond mit seiner vollen Pracht,
über unzählige schlafende Menschen wacht.
Sie stand da am Waldesrand,
keinen Ausweg in ihrem Leben fand.

Blickte zu dem Mond hinauf,
die Todessehnsucht nahm ihren Lauf.
Die Kälte die sie umfangen hielt,
auch keine Rolle mehr spielt.

In ihr war alles starr und leer,
sie konnte einfach nicht mehr.
Keine Antwort auf tausend Fragen,
niemand konnte ihr einen Ausweg sagen.

Platz nehmend auf einem gefallenen Baum,
viele Stunden sie so sass, sie merkt es kaum.
Die vielen Tabletten in der Hand,
nach einer anderen Lösung suchend, die sie nicht fand.

Aus weiter Ferne Hundegebell die Stille durchbrach,
sie war eingenickt und nun wieder hellwach.
Nein, dieses Leben sollte ein Ende haben,
sie fühlte sich ja schon lebendig begraben.

Wo war der Sinn in ihrem Leben,
hat es den überhaupt schon gegeben?
Weiter gehend in den Wald,
macht sie vor einem hohen Baum halt.

Hier fühlt sie sich geborgen,
frei von allen Sorgen.
An dieser Stelle sollte es geschehen,
nur der Mond hat es gesehen.

Als er in der anderen Nacht
über die Menschen wacht,
einer fehlte, denn sie hat es vollbracht.

Manchmal

Inga Rothe © 2003
Manchmal möchte ich auch nur glücklich sein!
Das aber wird wohl immer ein Traum bleiben!

Manchmal möchte ich alles aus mir heraus schreien!
Meine Trauer ausleben, weinen, bis ich keine Tränen mehr habe!

Manchmal möchte ich auf eine einsame Insel wohnen!
Ganz allein mit meinen Gefühlen, Gedanken und Gott!

Manchmal möchte ich nur noch schlafen!
Mich in schöne Träume wohlfühlen!

Manchmal möchte ich sterben!
Ich bin einfach zu müde um immer nur zu kämpfen!

Aber immer möchte ich die Kraft haben,
etwas zu ändern!
 

Lass niemals zu...

Laß niemals zu, das Dich jemand so verletzt,

das du die Freuden des Lebens nicht mehr erkennst!

Laß niemals zu, das jemand Dich behandelt, wie eine unwürdige Kreatur,

das Du den Glauben an Dir selbst verlierst!

Laß niemals zu, das Du Dein Leben von anderen abhängig machst,

so das Du keinen eigenen Willen mehr hast!

Du bist keine Marionette, kein Sklave...

Du bist Du!

Ein eigen.- vollständiger Mensch!

Einfach nur Du!!!!

Gedanken

Wieder ist ein Tag vergangen,
es ist Nacht, ich liege wach, wie seit langen.
Viele Gedanken gehen mir durch den Sinn,
wie weit und wo geht mein Weg denn noch hin?
Ich verlasse kaum noch das Haus,
wage mich kaum noch raus.

Was ist nur los, was ist geschehen?
Niemand kann es verstehen.
Ich bin voller Trauer,
gefangen wie ein Vogel im Bauer.
Die Vergangenheit holte mich ein,
warum musste das alles sein?

Kaum bin ich aus den trübsten Gedanken erwacht,
schon die nächste Hiobsbotschaft lacht!
Warum finde ich keine ruh,
wer kann mir das sagen, etwa du?
Ich habe keine grossen Wünsche mehr,
will nur Frieden, ist das so schwer?

Einmal möchte ich noch in diesem Leben,
mal nehmen und nicht nur geben.
Einmal nur das tun was mir gefällt,
ohne das sich das schlechte Gewissen dazu gesellt.
Einmal nur die Seele baumeln lassen,
die Gedanken ohne Störung
verfassen

Über die Freiheit
© by Inga Rothe


Die Wolken ziehen an mir vorüber,
es ist, als kehrten sie niemals wieder.
Wie gerne möchte ich mit ihnen ziehen,
weiss, es wird nicht gehen...

Wäre so gerne frei von allen Sorgen,
trotz allem, es gibt immer ein Morgen..
Wie lange noch, wann hat das ein Ende?
Keine Freiheit, nur hohe Wände!

Ein Vogel möchte ich sein,
die Freiheit spüren im Sonnenschein.
Stattdessen sitze ich hier,
was geschieht mit mir?

Gedanken weisen mir die Schranken!
Meine Hoffnungen versanken...
Wie lange noch, wann hat das ein Ende?
Keine Freiheit, nur hohe Wände!

Ich möchte so gerne wieder lachen,
nicht nur immer düstere Gedanken machen.
Wo ist meine Kraft, wo meine Energie?
Wo ist mein Ziel, ich erreiche es wohl nie!

Alles weg, ich habe keine Pläne mehr,
es ist alles so sinnlos, so leer...
Wie lange noch, wann hat das ein Ende?
Keine Freiheit, nur hohe Wände!

Nichts ist wahr von den Gefühlen,
der Liebe und den schöneren Morgen!
Es waren nur leere Worte,
darum will ich fort von diesem kalten Orte.
Wie lange noch, wann hat das ein Ende?
Keine Freiheit, nur hohe Wände!


Unheimliche Mächte

© by Inga Rothe

Unheimliche Mächte ziehen mich hinunter,
bin nur müde und kaum noch munter.
Zu viele Dinge stürzten auf mich ein,
warum muss ich das immer sein?

In meiner Seele herrschen düstere Gedanken,
keine Kraft, um zu lösen die Schranken.
Immer wieder versuche ich mich zu befreien,
Möchte so gerne das Unrecht hinaus schreien.

Der Schmerz immer noch ganz nah
Meine Erinnerungen sind plötzlich da.
Jahre lang hatte ich sie unterdrückt,
nun spielen sie wieder verrückt.

Wie kann ich wieder Ruhe finden,
wie mein Leben positiv verbinden?
Jedoch kraftlos sitze ich nur da,
denke, vielleicht wird es im nächsten Jahr...

So gingen sie hin die letzten Jahre,
nichts von dem ich geändert habe.
Mein Verstand der ist noch klar,
nur mein Wille, der macht sich rar.

Wann habe ich zuletzt richtig gelacht?
Wann einen zufriedenen Tag verbracht?
Wann mich zuletzt über etwas gefreut?
Wann nicht einmal das Leben bereut?

Ich war noch so klein...

© by Inga Rothe

Ich kann es nicht mehr ertragen!
Hör bitte auf mich zu schlagen,
Warum hörte niemand mein Schreien?
Ich war doch noch so klein!

Dann war auch der Besen zerbrochen,
Warum schlugst du zu, ununterbrochen?
Du bist doch meine Mutter, musste das sein?
Warum hörte niemand mein Schreien?

Mama, hör auf, siehst du nicht all das Blut?
Wann ist sie zu Ende, deine Wut?
Keine Antwort, nur Schläge, was habe ich verbrochen?
Hatte mich einfach in mich verkrochen.

Oh, mein Körper, es schmerzte überall,
warum hattest du nur immer diesen Wutanfall?
Wenn es war ganz still im Raum,
wiederholt sich alles im Traum.

Es blieben keine Narben auf der Haut,
aber jegliches Vertrauen wurde abgebaut.
Du hast nicht nur meine Seele zerstört,
Meine Kindheit hat schon früh aufgehört.

Immer noch verfolgen mich diese Erinnerungen,
sie sind nach so vielen Jahren nicht abgeklungen.
Ich war doch noch so klein,
warum hörte niemand mein Schreien?


Antwort auf meine Fragen?

Was wäre, wenn ich deinen Vater nicht genommen?
Sicher hätte ich einen treueren Mann abbekommen.
Was wäre alles aus mir geworden?
Mein Leben bedeutete  Kampf, nur ohne Orden.
Ich musste meine Wut an dir entladen,
dachte, das könnte dir nicht schaden.

 
Kind, stell dich also nicht so an,
was habe ich dir denn schon angetan?
Damals wurde alle unartigen Kinder geschlagen,
damit sie nie, wie heute, den Aufstand wagen.
Nun werde ich einundachtzig  Jahre alt,
nichts ist geblieben, noch nicht einmal Zusammenhalt!
 
Jetzt im Alter ziehe ich mich zurück in meine Einsamkeit,
bereue nichts, denn ich tat  meine Pflicht und Schuldigkeit!
Ich bin wohl zu alt um Fehler einzusehen,
immerhin bin ich deine Mutter, das mußt du verstehen!
Du warst so ein wildes Kind und dennoch liebte ich dich.
Geliebt hast du aber nur deinen Vater und nicht mich!
 

Gefangen im eigenem Körper

Inga Rothe © 2003
Unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen
Unfähig, sich selbst zu lieben
Unfähig, sich aus dem Loch zu ziehen
Unfähig, einfach nur „ich“ zu sein
Unfähig, sich gegen alles Negative zu wehren
Unfähig, sich aus der Isolation zu befreien
Unfähig das Leben zu leben

 

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